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Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft West im Raum Goslar PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Tobias Paschwitz   
Montag, 30. Oktober 2017

Pressemitteilung

  • Großübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft West im Raum Goslar

 

 

Harlingerode, den 28.10.2017

Am vergangenen Samstag hielt der Fachzug Personalreserve unter der Leitung von Zugführer Jens Böker zusammen mit dem Fachzug Wasserförderung und den Kameraden der FF Harlingerode in den Wäldern Goslars eine Großübung ab.


 

Der Tag began für die Kameraden unserer Gemeinde mit einem gemeinsamen Frühstück am Standort Hohenhameln. Anschließend verlegte der Fachzug zur Feuerwehr Technischen Zentrale nach Peine um weitere Kräfte des Fachzuges Wasserförderung aufzunehmen.

Im Anschluss daran verlegte die Marschkolonne mit insgesamt 10 Fahrzeugen der Feuerwehren aus Hohenhameln, Peine und Ilsede im Rahmen einer Einsatzfahrt zum Bereitstellungsraum nach Harlingerode bei Goslar. Auf der Anfahrt wurde bereits das Übungszenario bekannt gegeben: “Es ist ein warmer Sommertag mit 30 Grad im Schatten. Im Waldstück der Gemarktung Harlingerode entwickelt sich ein Waldbrannt. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft West hat den Auftrag eine Wasserversorgung von einem Kieswerk zu einem brennenden Gebäude aufzubauen und die Kameraden der Ortsansässigen Feuerwehr zu unterstützen.“ so Zugführer Böker.

Am Bereitstellungsraum in der Ortschaft Harlingerode angekommen sammelten sich die Zugführer und deren Vertreter um mit dem Einsatzleitwagen in das Übungsgebiet zu fahren und um das Gebiet zu erkunden. Hierbei galt ein besonderer Augenmerk darin die verfügbaren Fahrzeuge mit Ihren mitgeführten Pumpen so einzuplanen, dass die ca. 1500m lange Wegstrecke von der Wasserentahmestelle bis zum brennenden Gebäude überbrückt wird. “In der flachen Ebene ist dies relativ einfach, jedoch muss man in unseren Wäldern den zum Teil beachtlichen Höhenunterschied mit einberechnen“ so der Kreisbrandmeister von Goslar Uwe Fricke der bei dieser Übung als Beobachter fungierte.

 


Nach der Einteilung der Fahrzeuge und Einweisung in das Gelände meisterten die Kamerden die Aufgabe der Wasserversorgung mit bravur. „Man darf auf keinen Fall vergessen vor jeder Pumpe ein Druckbegrenzungsventil zu verbauen, da der Eingangsdruck genau so wichtig ist wie der Ausgangsdruck“ erwähnte ein Maschinist und so wurden in einem Abstand von ca. 300m Pumpen eingesetzt. Nach dem erfolgten Aufbau der Wasserversorgung konnten die Kameraden aus Harlingerode mit einem Löschangriff auf die Holzhütte beginnen.

 


 

“Hilfe mein Kollege ist schwer verletzt!!“ schallte es in der Nähe einer Pumpstation aus dem Wald. Ein Waldarbeiter rief den eingesetzten Kameraden entgegen und so erweiterte sich das Übungsszenario schlagartig: Ein weiterer Waldarbeiter ist bei Baumfällarbeiten unter einen Baum geraten und wurde dort eingeklemmt. Ferner wurde der Förster der dort die Aufsicht führte ebenfalls vermisst.

 


 

An dieser Einsatzstelle zur Technischen Hilfeleistung kam das Löschgruppenfahrzeug der FF Mehrum mit einer gemischten Gruppe zum Einsatz. Nach einer kurzen Erkundung durch den Gruppenführer wurden zügig weitere Maßnahmen eingeleitet. Ein Kamerad rüstete sich z.B. mit einem Erste Hilfe Rucksack aus und began mit der Versorgung des ersten Patienten. Weitere Kameraden sicherten den Baumstamm mit Hölzern und retteten den vermissten Förster, welcher unter der Baumkrone leicht verletzt aufgefunden wurde. Nach wenigen Minuten konnte der Baumstamm mit Hilfe eines Hebekissens angehoben werden, sodass der Patient auf einem „Spineboard“ - Rettungsbrett heraus gezogen werden konnte. Die beiden Patienten mit flauschiger Füllung wurden anschließend dem Rettungsdienst übergeben.

 

„Feuer aus!“ gegen 12.45Uhr kam die Funkmeldung zum Ende der Übung.

Abschließend versammelten sich die über 90 eingesetzten Kameraden im Feuerwehr Gerätehaus Harlingerode zu einer Nachbesprechung und einem gemeinsamen Imbiss.

 


„Das Ziel der Großübung war das Festigen der laufenden Ausbildung, sowie die Schulung der Zusammenarbeit zwischen den Fachzügen. Ein Schwerpunkt galt dem Erkunden des unbekannten Gebietes, die Wasserversorgung über lange Wegstrecke und die eingebaute Lage zur Technischen Hilfeleistung. Alle Erwartungen wurden erfüllt und die Kameraden haben durchweg gute Leistungen erbracht. Wir bedanken uns bei der Harlingeröder Feuerwehr für die Möglichkeit bei Ihnen üben zu können und kommen sehr gerne wieder!“ so Zugführer Böker.

 

Text/Bild: Tobias Paschwitz

Letzte Aktualisierung ( Montag, 30. Oktober 2017 )
 
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