spacer spacer

FF Hohenhameln
Freiwillige Feuerwehren der Gemeinde Hohenhameln

spacer
FF Gemeinde Hohenhameln
Hauptmenü
Home
Meldungen
- - - - - - - - - - - - - - - - -
Gemeinde
Ortsfeuerwehren
Bierbergen
Clauen
Equord
Harber
Hohenhameln
Mehrum
Ohlum
Soßmar
Stedum-Bekum
Jugendfeuerwehren
JFW Mehrum
JFW Soßmar
KFW Mehrum
KFW Clauen
Brandschutzerziehung
Informationen
Suche
Galerie
Download
Links
Kontakt
Impressum
Hinweise
Feuerwehr bewegt
LFS E-Learning
112-Spiel
 
Home arrow Equord arrow Geschichte

Geschichte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Sonntag, 17. Juli 2005
Geschichte der FF Equord

Freiwillige Feuerwehr Equord
 
Am 22. Februar 1890 waren es 17 Männer, die sich zusammensetzten und eine Feuerwehr gründeten.
Man beschloss gleich bei der ersten Zusammenkunft, dass die Uniformen von allen Mitgliedern auf eigene Kosten anzuschaffen seien.
Die Gemeinde Equord war über die Gründung einer Feuerwehr hocherfreut und schaffte im gleichen Jahr eine Handdruckspritze an, die von Pferden gezogen wurde.
Als erster Hauptmann, so war die damalige Bezeichnung, stand Karl Künnemann der Wehr vor, die schon im Jahr 1894 aus 38 Mann bestand.
Im gleichen Jahr schloss man sich mit den Nachbargemeinden Hohenhameln, Mehrum, Soßmar und Schwicheldt zusammen, denn auch damals hieß schon die Devise „Einigkeit macht stark“, und so trat man dem Verband der ländlichen Feuer­wehren des Kreises Peine bei.
Laut Protokoll herrschte eine eiserne Disziplin. Das Nichterscheinen bei einer Übung kostete 0,50 RM, bei einem Brand 1,50 RM, Trunkenheit konnte sogar zum Aus­schluss aus der Wehr führen. Selbst die Hornisten, die bei Alarm oder Übung die Feuerwehrleute alarmierten, erhielten einen strengen Verweis, wenn sie falsche Signale geblasen hatten. So kam es wohl schon vor, dass sie statt zu einem Brandeinsatz nur zur Übung geblasen hatten.

Da nun eine Handdruckspritze vorhanden war, musste auch eine Unterkunft her.
Das erste Gerätehaus wurde von der Zuckerfabrik zur Verfügung gestellt, man baute es auseinander und in Eigenarbeit wurde es dann - wo heute der Parkplatz der „ehemaligen“ Sparkasse  ist - wieder aufgebaut.
Der Steigerturm, der daneben errichtet wurde, diente als Übungsobjekt für die Feuerwehrmänner und später als Trocknung für die Schläuche.

Auch die Kameradschaft wurde damals groß geschrieben, man feierte gemeinsame Bälle mit der Kriegerkameradschaft - und zwar immer an Kaisers Geburtstag - oder auch die Sedanfeier (Protokoll vom 17.11.1906).

Der erste Weltkrieg riss dann leider große Lücken in die Wehr, und wie aus dem Protokoll zu erlesen ist, wurden laufend Kriegstagungen für die Provinz Hannover abgehalten, zu denen dann ein Delegierter zu erscheinen hatte. Leider wurde nicht festgehalten, was besprochen oder beschlossen wurde.

Bereits 1919 hatte man sich wieder zusammengerauft und beschloss, da man das 25jährige Jubiläum bedingt durch den Krieg nicht hatte feiern können, das 30jährige Stiftungsfest mit der Junggesellschaft (gegründet 1893) im Juli 1920 zu begehen.
Auf der nächsten Sitzung wurde die Junggesellschaft eingeladen, man wurde sich schnell einig. Es wurde beschlossen, die Kosten zu teilen. Somit wurde im Juli 1920 das Fest gefeiert und die Gründungsmitglieder mit 5jähriger Verspätung für 25jährige Zugehörigkeit zur Wehr mit einem Diplom ausgezeichnet. (siehe Foto des Diploms)

Bedingt durch viele Brände in Equord und den Nachbargemeinden schlossen sich immer mehr Feuerwehrkameraden der Wehr an, so dass bereits 1933 die Wehr über 57 Kameraden verfügte.

Im Jahre 1933 wurde der Wehrführer, der ja den Titel Hauptmann trug, vom damaligen Landrat zum Ortsbrandmeister befördert.
Auf Grund des neuen Gesetzes über das Feuerlöschwesen wurde die Wehr Anfang 1934 aufgelöst und am gleichen Abend wieder neu gegründet mit dem Namen „Freiwillige Feuerwehr Equord“.

Die folgenden Jahre wurden immer wieder (wie in Protokollen zu lesen ist) von Führerbefehl und neuen Satzungen geprägt. Neben den Übungen fand dann jedes Jahr die eingeführte Luftschutzwoche statt, an der sich auch die Feuerwehr beteiligen musste. Entschuldigungen bei Nichterscheinen, sei es bei Alarm oder Übung, mussten schriftlich eingereicht werden, da der Brandmeister diese weiter­zuleiten hatte.

Im Jahre 1937 wurde die erste Gasmaske angeschafft, die dann gleich bei der nächsten Übung im Luftschutzkeller ausprobiert wurde.
Des Weiteren wurde bekannt gegeben, dass die Wehren ab sofort in Zweckverbände eingeteilt und die bisherigen Schulungsabende in Übungsabende umgewandelt wurden.

Ein Höhepunkt war im Jahre 1938, dass eine Motorspritze mit Anhänger von der Gemeinde Equord angeschafft wurde und - man höre und staune - die noch heute, nach 66 Jahren, für den Notfall einsatzfähig ist (zuletzt wurde die Maschine 2001 anlässlich der 111-Jahr-Feier bei einer Übung von der Altersabteilung vorgeführt).

Das 50jährige Jubiläum, das 1940 groß gefeiert werden sollte, die Vorbereitungen liefen schon, fiel leider wieder einmal dem - diesmal dem zweiten - Weltkrieg zum Opfer.
Es wurde nur auf der Generalversammlung ein Rückblick der vergangenen 50 Jahre Feuerwehr gehalten. Man ehrte die noch anwesenden Gründungsmitglieder und gedachte aber auch der gefallenen Feuerwehrkameraden.

Die erste große Feuerprobe musste die Motorspritze überstehen als man 1944, bedingt durch die Fliegerangriffe auf Hannover, 3 Tage mit 10 Mann dort eingesetzt wurde.

Der 10. April 1945 war ein Schicksalstag für die Feuerwehr Equord, denn helfen wollen und nicht können ist der Alptraum eines jeden Feuerwehrmannes.
Es brannten gleich mehrere Häuser, das erste Objekt konnte noch gelöscht werden, doch dann wurde die Motorspritze mutwillig durch angreifende Truppen kaputt geschossen und die Feuerwehrleute somit daran gehindert, weiterhin Ihre Arbeit zu erfüllen. Man musste mit ansehen, wie die Häuser in Schutt und Asche fielen, denn auf Nachbarschaftshilfe anderer Wehren konnte nicht gezählt werden, da der Krieg überall tobte.

Nach den Wirren des 2. Weltkrieges wurde dann in den Jahren 1946 und 1947, obwohl die Reihen der Feuerwehrkameraden sehr gelichtet waren, allmählich wieder ein normaler Zustand erreicht.

Die erste Versammlung wurde im September 1946 erstmals wieder angesetzt.

Bereits bei der nächsten Zusammenkunft beschloss man, wieder Übungen anzusetzen.


Da das 50jährige Jubiläum nicht gefeiert werden konnte, einigte man sich im Januar 1947 darauf, ein Wintervergnügen durchzuführen (das Festkomitee ist in den Protokollen namentlich erwähnt). Dieses Vergnügen wird bis zum heutigen Tage jedes Jahr abgehalten worden (dabei dürfte es sich um den Feuerwehrball handeln; bestimmte Mitglieder bekamen sogar Freikarten für Ehefrau, Verlobte oder Freundin).

Selbst die ersten Lehrgänge in Celle wurden wieder beschickt.

Im März 1950 ist von dem Feuerwehrkameraden Reinhard Schwertfeger der Gemeinde ein Fahrzeug angeboten worden, das dann auch bald gekauft wurde (siehe Protokollbuch).

Der Grund für diese rasche Entscheidung war ein Brand in Rosenthal. Man war nicht einsatzbereit, weil ein Vorspannauto fehlte, im letzten Moment wurde ein Post-Auto als Vorspann verpflichtet.
Das neu erworbene Fahrzeug war natürlich der Stolz der Feuerwehr, denn es hatte Platz für eine ganze Gruppe und zog auch noch den Anhänger mit der Motorspritze zu den Übungen, Wettkämpfen oder Brandeinsätzen. Durch den Kauf war ein Problem entstanden: wo nun einen Unterstand herbekommen. Da das Gerätehaus viel zu klein war, entschloss sich die Gemeinde im gleichen Jahr, ein neues Geräte­haus zu bauen. Es entstand mitten im Dorf, dort, wo jetzt das neue Gerätehaus steht, und konnte 1951 (fast in Eigenarbeit) fertig gestellt werden.
Damals konnte man sagen, es war eines der besten Gerätehäuser des Landkreises  Peine, mit zwei Fahrzeugboxen und einer Stellfläche von 70 qm.

Im Jahre 1954 wurden dann endlich die ersten neuen Feuerwehrröcke und Mützen angeschafft, da die alten teils schon über 50 Jahre alt waren. Der Steigerturm, der nur noch zum Trocknen der Schläuche diente, war baufällig geworden und musste abgerissen werden. Der Stolz der Feuerwehr, das erworbene Vorspannauto, streikte 1955 endgültig und wurde aus dem Verkehr gezogen. Am Vorspann scheiterte es dann aber nicht mehr, zu dieser Zeit standen schon mehrere Schlepper zur Verfügung.
In den folgenden Jahren wurden große Erfolge bei den Leistungswettkämpfen errungen, im Jahr 1957 erreichte man sogar den Bezirksentscheid.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das Jahr 1965, in dem das 75jährige Bestehen in einem größeren Rahmen gefeiert werden sollte, wurde das Jahr mit den schönen Überraschungen. Die Vorbereitungen liefen schon auf vollen Touren, als die Nachricht vom Beschluss des Gemeinderates hereinkam, eine neue Motorspritze anzuschaffen. Im April desselben Jahres wurde sie auch noch geliefert.
Das große Ereignis, das 75jährige Stiftungsfest, wurde am 3. und 4. Juli 1965 in Verbindung mit dem Kreisverbandstag des Landkreises Peine auf Zelten entsprechend gefeiert.
Am Sonnabend war der Kommersabend mit Abordnungen umliegender Wehren und am Sonntag fand der große Festumzug mit vielen Nachbarwehren und den örtlichen Vereinen statt. Bei der großen Schauübung während des Festumzuges, bei der mehrere Feuerwehren eingesetzt wurden, beteiligten sich auch noch einmal unsere älteren Feuerwehrkameraden mit der Handdruckspritze aus dem Jahre 1890, die dann leider 2 Jahre später, angeblich aus Platzmangel, verkauft wurde.
Heute bedauern wir das sehr und können es immer noch nicht verstehen, zumal die Spritze in einem sehr guten gepflegten Zustand war.

Da die neue Motorspritze auf einem PKW-Anhänger transportiert werden musste, wurde der Antrag zur Anschaffung eines entsprechenden Fahrzeuges an die Gemeinde gestellt.

Im Frühjahr 1966 wurde dann ein Tragkraftspritzenfahrzeug (VW-Bus) angeschafft. Nun war man in der Lage, schnell und unabhängig zum Einsatz zu fahren.

Die Wettkampfgruppen waren immer sehr erfolgreich, sei es bei den Unterkreis- oder bei den Kreisausscheidungswettkämpfen. So war es auch 1970, als man wieder einmal zum Bezirksentscheid nach Hannoversch-Münden fuhr.

Als im Juni 1981 die Feuerwehrtechnische Zentrale in Peine seiner Bestimmung übergeben wurde, machte auch die Technik in Equord ihren Fortschritt, denn es wurde in unser Feuerwehrfahrzeug Funk eingebaut. Somit war man schneller als bisher am Einsatzort.

In den folgenden Jahren wurde immer wieder diskutiert, was machen wir mit unserem Gerätehaus? Größer bauen - aber wo? Das Feuerwehrfahrzeug wurde
bald 20 Jahre alt. Nach langem Hin und Her wurde endlich der Beschluss gefasst,
es an alter Stelle neu zu errichten. Im April 1986 wurde das Gerätehaus in Eigen­arbeit fast ganz abgerissen und an gleicher Stelle wieder aufgebaut.
Im gleichen Jahr konnte es in einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben werden.

Nun stand der Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges nichts mehr im Wege, grünes Licht erhielten wir von der Gemeinde im zeitigen Frühjahr 1987. Bereits im Frühsommer wurden mehrere Fahrzeuge vorgeführt, und man entschloss sich für ein Mercedes-Fahrzeug. Dieses wurde im Dezember ausgeliefert und ebenfalls in einer Feierstunde der Wehr übergeben wurde.

17 Jahre sind nun seit der Übergabe des Fahrzeuges ins Land gegangen.
Die Gerätewarte der Freiwilligen Feuerwehr Equord haben es geschafft, dieses Fahrzeug in einem hervorragenden Zustand zu erhalten. In einer Zeit, wo die Kassen der Städte und Gemeinden bis ins Letzte ausgereizt sind, sind die Verantwortlichen einer Wehr angehalten, die Werte solange wie es geht zu nutzen.

Bei unserer TS ist die Leistungsdauer inzwischen abgelaufen. Eine weitere Reparatur wäre in der FTZ aus Mangel an Ersatzteilen nicht mehr möglich, so dass in der nächsten Zeit eine Neuanschaffung unabdingbar ist.

Um einen hohen Ausbildungsstand bei den Kameraden zu erreichen, werden jedes Jahr Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besucht. Die heutige Zeit stellt uns Feuerwehrmänner vor immer kompliziertere Schadenslagen. So ist z. B. ein Feuer heute meist nur mit schwerem Atemschutz zu bekämpfen. Auch sind die Einsätze bei größeren Schadenslagen wie Hochwasser, Waldbrand und auch bei Verkehrs­unfällen komplexer geworden und erfordern einen hohen Leistungsstand der Kameraden.


Die Freiwillige Feuerwehr Equord wurde seit Ihrer Gründerzeit von folgenden „Hauptmännern“ geführt:
Von 1890 – 1906   Karl Künnemann
Von 1906 – 1934   Alfred Heuer (Alfried Hoyer)
Von 1934 – 1952   Willi Künnemann Nr.3
Von 1952 – 1964   Gustav Nitsch
Von 1964 – 1974   Willi Aumann
Von 1974 - 1992   Otto Gieseke
Von 1992 - 1998   Karlheinz Köster
Von 1998 – 2004   Horst Aumann
Ab 2004                 Norbert Frank

Aktuell gehören unserer Wehr an:

Aktive                        48
Passive                       33                  
Fördernde                  56
Insgesamt                 137

Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle allen Förderern unserer Freiwilligen Feuerwehr Equord, die uns über die ganzen Jahre unterstützt haben.
Mit Respekt schauen wir auf die aktiven Kameraden der vergangenen Jahrzehnte und hoffen, dass diese gelebte Kameradschaft auch in Zukunft für uns ein elementares Ziel bleibt. Darum freuen wir uns über jeden Bürger der Ortschaft Equord, der Mitglied dieser traditionellen Gemeinschaft werden möchte.

Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft ausgestellt 1915 und übergeben 1920. Die 5-jährige Verspätung war bedingt durch den 1.Weltkrieg 1914-1918.

urkunde2.jpg

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 22. Mai 2012 )
 
< zurück
© 2017 FF Hohenhameln
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.
spacer