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FF Hohenhameln
Freiwillige Feuerwehren der Gemeinde Hohenhameln

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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Ohlum

 

Die Freiwillige Feuerwehr zu Ohlum hat den Zweck, bei Feuersgefahr im Orte und außer Orts, soweit solches die Feuerlöschverordnung für die Landgemeinden des Kreises Peine vom 14. Juni 1879 und die dazu erlassene Ordnung vorschreibt, thätige Hilfe zu leisten.

Von alters her waren die Bewohner der Dörfer – und so auch die Ohlumer – fast machtlos gegen Feuersbrünste und Naturgewalten. Die Leichtgebauten Häuser mit Strohdächern waren hierbei besonders gefährdet. Mit der Zeit aber versuchte man, die anfallenden Löscharbeiten sowie die Rettung von Mensch, Vieh und Hab und Gut immer besser zu organisieren. Anfangs hatte insbesondere der Nachtwächter und der Gemeindediener während seiner nächtlichen Rundgänge auf Feuersgefahr zu achten und diese umgehend dem Feuerwehrhaupt-mann zu melden, woraufhin der Feuerwehrhornist dann Alarm blasen musste.

Folgende Nachtwächter sind noch bekannt.

1870-1892                  Christian Meier             Haus Nr.8

1892-1902                  Fritz Saak                    Haus Nr.32

1903-1914                  Georg Behrens             Haus Nr.12

1914-1917                  Ludwig Preusse            Haus Nr.8

1917-1928                  Adolf Heinke                Haus Nr.21

1928-1936                  Otto Sievers                Haus Nr.30

Ab 1936 wurde von der Gemeinde Ohlum dann kein Nachtwächter mehr eingestellt.

 

Nach dem Gemeindeprotokollbuch von 1879 bestand in Ohlum vor
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr eine Pflichtfeuerwehr und bereits
um ca. 1760 war jede Hofstelle in Ohlum verpflichtet, je nach Größe eine
gewisse Anzahl Ledereimer, versehen mit den Hofnummern und der
Aufschrift "Ohlum", bereitzuhalten. Alle Hausbesitzer mußten zur
Bekämpfung eines Brandes mit ihrem Ledereimer am Brandobjekt
erscheinen, wo diese Ledereimer dann in langen Menschenketten
zwischen Wasserentnahmestelle und Brandherd von Hand zu Hand
gingen. Der Ledereimer vom Ohlumer Hof Nr. 1 ist in der Heimatstube in
Hohenhameln ausgestellt. Auch Feuerwehreinreißhaken und -leitern
waren als Hilfsmittel zu dieser Zeit schon bekannt. Die alten Feuerwehreinreißhaken hängen in restauriertem Zustand im Feuerwehrgerätehaus.


Schon 1767 trat eine Verordnung über Gebäudeversicherung, betreffend
Brandgefahr für die Landgemeinden des Amtes Peine in Kraft. Es wurde
ein Brandkataster eingeführt, wobei die Höfe und Häuser erstmals
Hausnummern erhielten. In Ohlum wurde an günstiger Stelle (Hof
Rühmann) mit Nr. 1 begonnen und dann ohne Unterschied in der Größe
der Höfe in Schneckenform fortlaufend numeriert. Die Häuser des
späteren Anbaues lagen dann zerstreut im Dorf.


In früherer Zeit gab es in Ohlum viele Teiche. Hiervon wurden als
Feuerlöschteiche und auch als Viehtränken genutzt:
- die Tränke an den alten Teichgärten
- der Lindenteich (Linnteich)
- der breite Pfuhl
- Rischpfuhl in der Osterteichswiese
- der Teich bei Gieseken Hof


Weitere Teiche, die aber damals vorwiegend als Flachsrotten genutzt
wurden, waren:
- in den Lehmkuhlen, vor dem Kuhlager
- neben Gruben Garten
- auf der Masch (jetzt große Rotte)



Zur besseren Ausrüstung der Pflichtfeuerwehr wurde auf der
Gemeindeausschusssitzung vom 7.4.1880 beschlossen, eine "fertige
Wagenspritze" (heute: Handdruckspritze) bei der Firma Louis Tidow,
Hannover, für 1150,- RM zu erstehen. Geliefert wurde diese im Mai 1880,
wobei auch die erste Rate von 400,- RM zu zahlen war. Die zweite Rate
über 400,- RM war zum 1. 5. 1881 zu zahlen, die restlichen 350,- RM
wurden am 1. 5. 1882 gezahlt. Diese Handdruckspritze befindet sich noch
heute im Besitz der Ohlumer Feuerwehr.



Alte Handdruckspritze und Motorspritze Koebe (Bild)

 

 

Kaufvertag der Handdruckspritze (Vorderseite)

 

Kaufvertag der Handdruckspritze (Rückseite)

 



Nach der Lieferung der Spritze wurden zwei Spritzenmeister gewählt
die die Spritze pflegen sollten und bei Bränden deren Bedienung
leiteten. Ein Pferdehalter hatte die Zugpferde für die Spritze bei
Einsätzen in Nachbardörfern zu stellen, ein weiterer Pferdehalter
stellte die Pferde für den Mannschaftswagen.


1883 wurde im Garten der Schule auf Kosten der Gemeinde und mit
viel Eigenleistung ein Spritzenhaus gebaut.


Am 18. 5. 1895 fanden sich 43 Ohlumer Männer bereit den Feuerschutz zu übernehmen. Auf der Gründungsversammlung am
6. 6. 1895 wurde die Freiwillige Feuerwehr zu Ohlum gegründet.

Die Gründungsmitglieder waren:
 

Heinrich Ackemann                               Carl Heineke (Wächter)

Karl Aselmann                                      Heinrich Kirchhoff

Wilhelm Aselmann                                 Carl Könneker

Georg Behrens                                      Eduard Miehe

Hermann Behrens                                 August Meier

Karl Behrens                                        Wilhelm Meier

Wilhelm Behrens                                   Wilhelm Meier

Heinrich Bode                                       Heinrich Montag, sen.

Heinrich Borchers                                  Heinrich Montag, jun.

Heinrich Brandes                                   Carl Nave

Otto Brandes                                        Conrad Oelkers

Heinrich Busse                                      Willy Oelkers

Wilhelm Busse                                      Ernst Preusse

Carl Frie                                               Heinrich Preusse

Heinrich Frie                                         Lois Preusse

Wilhelm Gehrke                                    Heinrich Rühmann

Karl Gieseke                                         Fritz Saak

Heinrich Grube                                      Carl Tostmann

Heinrich Haarstick                                 Wilhelm Tostmann

Adolf Heineke                                       Karl Walkling

Carl Heineke (Schneider)                      Carl Heineke (Maurer)



Das Vorhandensein einer Pflichtfeuerwehr war seit diesem Zeitpunkt
nach der Feuerlöschordnung für die Landgemeinden des Kreises Peine
vom 14. 6. 1879 nicht mehr nötig, da der Feuerschutz jetzt durch die
Freiwillige Feuerwehr gewährleistet wurde.


Die große Anzahl von 43 Gründungsmitgliedern der Freiwilligen
Feuerwehr zu Ohlum ist um so erstaunlicher, da zu dieser Zeit in Ohlum
nur 40 Häuser standen. Mithin waren oft Vater und Sohn, manchmal
sogar Vater und zwei Söhne, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr
Ohlum.

Im Jahre 1896 gab sich die Freiwillige Feuerwehr zu Ohlum eine Satzung
(Statuten) und ein Dienstreglement.


Der Eintritt in die Feuerwehr erfolgte dadurch, daß der Eintretende die
Statuten und das Dienstreglement durch seine Unterschrift anerkannte,
worauf derselbe vom Hauptmann mittels Handschlag vor versammeltem
Corps verpflichtet wurde. Diese Form der Verpflichtung wird auch heute
noch praktiziert.
Der erste Feuerwehrhauptmann vom 6. 6. 1895 bis 1922 war Karl
Gieseke, erster stellvertretender Feuerwehrhauptmann war bis 1910
Heinrich Frie, dann bis 1922 Wilhelm Busse. Erster Zugführer bis 1910
war Louis Preusse, dann folgte bis 1934 Carl Frie. Der erste Steigerführer
von 1910 - 1934 war Heinrich Meyer. Weiterer Steigerführer von 1923 - 1936 war Karl Aselmann.
Die Freiwillige Feuerwehr Ohlum stand unter "Oberbefehl" des Ortsvorstehers, der auch gleichzeitig
der Branddirektor war. Den damals strengen Rangfolgen zufolge erteilte er seine Befehle jedoch nur dem Feuerwehrhauptmann, welcher seinerseits dann die Befehle an die Abteilungsführer weiterleiten mußte.
Die Freiwillige Feuerwehr gliederte sich in drei Abteilungen:

1) die Retter
2) die Spritzenbedienungsmannschaften
3) die Schutzmannschaften.

Jede Abteilung wurde von einem Abteilungsführer und einem Unterabteilungsführer geführt. Die Spritzenrohre führten die Spritzenmeister.
Den einzelnen Zügen standen Zugführer vor. Der Abteilungsführer war
gleichzeitig Zugführer des 1. Zuges seiner Abteilung.
Im Jahre 1908 hatte die Freiwillige Feuerwehr zu Ohlum einen großen
Brandeinsatz beim brande des Hofes Nr. 1 (Rühmann), sowie des Hofes
Nr. 2 (jetzt Sieverling).
Von 1922 - 1935 war Wilhelm Busse Feuerwehrhauptmann.
Stellvertretender Hauptmann war von 1922 bis 1935 Wilhelm Tostmann.

Im Jahre 1929 wurde neben dem Spritzenhaus auf dem Grundstück von
Karl Behrens ein Steigerturm gebaut.

Bis dahin wurden die Schläuche an den Ästen von "Schapers Eiche" getrocknet.
Diese große Eiche stand in der Grenzhecke südlich des Breitenpfuhl.
1935 brannte die Scheune des Hofes Nr. 35 (Gehrke).
Zu Beginn der 30er Jahre wurde auf politischer Ebene erwogen, in
Rötzum eine Pflichtfeuerwehr einzuführen. Dieser Pflichtfeuerwehr kamen
die Rötzumer dadurch zuvor, daß sie als eigenständige 'Löschgruppe
Rötzum' der Freiwilligen Feuerwehr Ohlum beitraten. Nach den noch
vorhandenen Mannschaftslisten gab es ab 1935 einen gesonderten
"Löschtrupp Rötzum". Dieser bestand anfangs aus Karl Bartels, Robert
Geffers, Karl Hüsig, Alfred Heineke, Otto Lege, Albert Nolle, Friedrich
Walkling, Karl Winter, Helmut Rodewald, Fritz Weber und Wilhelm
Wiedelah.
Die Rötzumer Einwohner waren bereits frühzeitig in die
Freiwillige Feuerwehr Ohlum integriert und es wurden im Wechsel
Übungen in Ohlum und in Rötzum durchgeführt. Auch beteiligte sich die
Gemeinde Rötzum an den Aufwendungen für das Feuerschutzwesen.
Teilweise fanden auch die Feuerwehrgeneralversammlungen in Rötzum
statt, so trafen sich z.B. im Januar 1954 alle Ohlumer Kameraden, um zu
Fuß nach Rötzum zu gehen. Dort \wurde dann um 20:00 Uhr in der
Gaststätte Walkling durch den Ortsbrandmeister Karl Busse die Generalversammlung eröffnet.

1935 übernahm Wilhelm Tostmann das Amt des Feuerwehrhauptmanns,
sein Stellvertreter wurde Karl Busse. Bereits 1936 wurde Karl Busse
Führer der Wehr (bis 1945), sein Stellvertreter wurde Karl Aselmann (bis
1954). Im selben Jahr wurde die erste Handdruckspritze durch eine
Motorspritze mit Anhänger (TSA8) abgelöst. Dieselbe ist auch heute noch
vorhanden und auch einsatzfähig, unter den Kameraden wird sie fast
liebevoll "die alte Koebe" genannt.
Es folgten die schweren Jahre des Krieges, in der die Reihen der
Feuerwehr Kameraden stark gelichtet waren, trotzdem aber hatte die
Freiwillige Feuerwehr Ohlum Bereitschaft für die Nachbarstädte
Braunschweig, Hildesheim und Hannover zu stellen. Ab ca. 1944 mußte
eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Ohlum zusammen mit ihren
Löschgeräten oftmals mehrere Tage für Lösch- und Aufräumarbeiten bei
den großen Fliegerangriffen auf Hannover Unterstützungsdienste leisten.Auf der Feuerwehrgeneralversammlung 1960 wurde seitens der Rötzumer
Kameraden der Antrag gestellt, daß die jungen Feuerwehranwärter aus
der Löschgruppe Rötzum in den Ohlumer Gruppen ausgebildet werden.
Dem Antrag wurde zugestimmt; seither wird die Ausbildung der Rötzumer
in den Ohlumer Gruppen durchgeführt.
Zu Beginn der 60er Jahre mußte die große Rotte entschlammt werden,
um deren Funktion als Feuerlöschteich zu erhalten. Dieses geschah in
Eigeninitiative der Gemeinde Ohlum. Hierfür wurde die Rotte leergepumpt
und anschließend wurden Gleise in die Rotte hineingelegt, auf denen
man dann eine Lore in den Teich laufen ließ und diese mit dem Schlamm
befüllte. Die Gleise lagen von der Rotte bis zum damals noch
bestehenden Teich am breiten Pfuhl, in den hinein der Schlamm aus der
Rotte mit Muskelkraft und Traktoren verfüllt wurde, womit gleichzeitig
dieser Teich aus dem Dorfbild verschwand.
Am 1. Oktober 1965 bildeten die Orte Hohenhameln, Bründeln, Ohlum
und Rötzum die Samtgemeinde Hohenhameln. Vorher wurde eine
außerordentliche Generalversammlung einberufen, auf der sich die
Kameraden mehrheitlich dafür aussprachen, als Freiwillige Feuerwehr
Ohlum selbständig zu bleiben.
1964 erhielt die Feuerwehr eine neue Motorspritze, die noch heute auf
unserem TSF in Einsatz ist. Am 5.11. 1969 erfolgte die Ausrüstung
mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Truppbesatzung (TSF/T)
zum Preis von 10.500,- DM. Der Hänger der alten TSA8 von 1936 wurde
dann im Jahre 1969 zerlegt, da er den feuerwehrtechnischen Anforderungen
nicht mehr genügte. Die "alte Koebe" selbst aber wird von den Kameraden weiterhin gepflegt
und vom Maschinisten gewartet, so daß sie heute noch einsatzfähig ist.

In diesen Jahren nahm die Ohlumer Wehr teilweise mit bis zu drei
Gruppen an Wettkämpfen teil und belegte regelmäßig gute Plätze auf
Gemeinde- und Kreisebene, auch auf Regierungsbezirksebene nahm
man 1968, 1970 und 1972 an Wettkämpfen teil.

Im Jahre 1968 wurde den Ohlumer Kameraden die mittlerweile nur noch
unzureichende Ausrüstung mit der alten TSA 8 Motorspritze mit
Anhänger von Koebe Baas aus dem Jahre 1936 fast zum Verhängnis. Da
in früherer Zeit die Feuerwehrfarbe noch nicht rot war, waren die Ohlumer
noch mit genanntem Gerät in grüner Farbe bei den Regierungsbezirkswettkämpfen in Bockenem angetreten. Hier wollte sie der Wettkampfleiter aufgrund ihrer Ausrüstung und vor allem der grünen
Farbe für den Wettkampf nicht zulassen. Es bedurfte viel Überredungskunst der Kameraden, um doch noch starten zu dürfen.Weiter mußte die Freiwillige Feuerwehr Ohlum auch immer wieder zu
Löscheinsätzen in die umliegenden Dörfer Harber, Mehrum und Hohenhameln ausrücken Im Juni 1970 gab es aufgrund starker Regenfälle einen "Hochwassereinsatz" in Ohlum, bei dem auch die alte Spritze
von 1936 nochmals reaktiviert werden mußte, da so viele Keller nur mit zwei Spritzen geleert werden konnten.
Von 1964 - 1969 war Ulrich Haarstick Ortsbrandmeister, sein Stellvertreter von 1964 bis 1968 war
Wilhelm Busse, dieser löste ihn 1969 als Ortsbrandmeister ab, neuer
Stellvertreter ab 1968 war Walter Heineke (Rötzum). Weiter wurde 1970
das 75jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr begangen, dieses
zusammen mit dem Feuerwehrverbandstag. Es wurde eine Übung auf
dem Hof Weyberg vorgeführt.

Festumzug anläßlich des 75 Jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Ohlum

 

Regelmäßig endete das „Feuerwehrjahr“ mit dem Feuerwehrball im Januar eines jeden Jahres, dieses war und ist für alle Ohlumer immer ein großes Ereignis, das stets rege besucht wird und mit einem kulturellen Höhepunkt im Gemeinschaftsleben des Dorfes darstellt.

  1971 wurde die Freiwillige Feuerwehr mit Schaumlöschmitteln ausgerüstet, nachdem sich auf einer Gemeindegroßübung am Kraftwerk Mehrum gezeigt hatte, dass das Löschmittel Wasser nicht für alle Brände geeignet war.  1974 hatte die Feuerwehr einen Waldbrandeinsatz im Hämeler Wald, es brannte im Bekumer Forst. 

1974 hatte die Feuerwehr einen Waldbrandeinsatz im Hämeler Wald, esbrannte im Bekumer Forst.

 Am 1.3.1974 wurde in Niedersachsen die Gebietsreform durchgeführt. Es wurde die Einheitsgemeinde Hohenhameln gegründet, seit diesem Zeitpunkt lautet die korrekte Bezeichnung der bis dato selbstständigen Freiwilligen Feuerwehr Ohlum: „Freiwillige Feuerwehr Hohenhameln – Ortswehr Ohlum“.


 Am 10.9.1976 mußten die Kameraden um 8:15 Uhr erneut ausrücken,das Wohnhaus des Bäckermeisters Karl Busse brannte. Die Ohlumer Wehr verhinderte das Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäudeteile,bis die Kameraden aus Hohenhameln und Peine mit der Drehleiter eintrafen.Dann erfolgte die Brandbekämpfung im Obergeschoß über die Drehleiter,der Einsatz zog sich sechs Stunden hin, bis auch die letzten Brandnester gelöscht waren.

Am 20.9.1978 wurde dann das neue Feuerwehrgerätehaus an der Rotte eingeweiht.

Der Abriss des alten Schlauchturmes erfolgte im Frühjahr 1979. Das alte Gerätehaus wurde zusammen mit der Schule verkauft und dient heute als Garage.

 Vatertag 1980 wurde am neuen Gerätehaus ein "Tag der offenen Tür" für alle Ohlumer und Rötzumer Bürger veranstaltet, um das neue "Heim" der Feuerwehr vorzustellen, hierbei wurden Wettkämpfe zwischen der l. und II. Gruppe vorgeführt, sowie eine Schauübung mit der alten Handdruckspritze gezeigt. Seitdem wird bis heute jedes Jahr der Vatertag am Feuerwehrgerätehaus für alle Ohlumer und Rötzumer begangen. 
 

Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre wurde die Löschgruppe Rötzum mit einer Motorspritze mit Anhänger, TSA 8, ausgerüstet. 
 Die Motorspritze kam aus alten Beständen der Freiwilligen Feuerwehr Hohenhameln und war während der Kriegsjahre in der ehemaligen Zuckerfabrik untergebracht und eingesetzt. Der Hänger kam aus dem Bereich der Freiwilligen Feuerwehr Harber. Für Instandsetzung und Wartung der neuerworbenen Ausrüstung in Rötzum zeichnete maßgeblich Friedhelm Walkling jun. verantwortlich. 
 
Untergebracht wurde das Gerät in der Feuerwehrgarage des  Dorfgemeinschaftshauses Rötzum, in der bis dahin ein „Handkarren" mit verschiedenen Ausrüstungsgegenständen, wie z.B. Feuerpatschen, Schläuche, Strahlrohre und Standrohr etc., zur Vornahme des ersten Löschangriffes durch die Löschgruppe Rötzum untergebracht war.

 1985 mußte die große Rotte zum zweiten Mal entschlammt werden, damit deren Aufgabe als Wasserentnahmestelle (Feuerlöschteich) der Freiwilligen Feuerwehr weiter aufrechterhalten werden konnte. Dies wurde in großen Teilen durch Eigenleistung der Kameraden realisiert. Allein um das Wasser aus der Rotte abzupumpen, mußten drei Tragkraftspritzen je 10 Stunden durchgehend in Betrieb sein. 

Am 22.10.1985 mußten die Kameraden dann zu einem Wohnhausbrand der Familie Hein in Rötzum ausrücken, das Feuer wurde schnell unter Kontrolle gebracht, aber es entstand ein hoher Schaden und es mußten noch für mehrere Stunden Brandwachen abgestellt werden. 
 Das Ohlumer Fahrzeug war als Führungsfahrzeug des 1. Zuges der Kommunalen Feuerwehrbereitschaft des Landkreises Peine eingesetzt und auch hierfür stellte die Freiwillige Feuerwehr Ohlum immer Kameraden, um an den Zug- und Bereitschaftsübungen teilzunehmen. Desweiteren stellte die Ohlumer Wehr auch Personal zur Besetzung eines LKW im 4. Zug der Feuerwehrbereitschaft. 
 
Am 10.9.1989 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Ohlum ihr neues Fahrzeug, ein TSF mit Ausrüstung "Schwerer Atemschutz" zum Preise von ca. 70.000 DM. Hierfür waren bereits Lehrgänge in Peine und Celle durchgeführt worden, so daß die Ohlumer Wehr bereits 10 Kameraden für den Einsatz am Schweren Atemschutz ausgebildet vorhielt. Das alte Fahrzeug  TSF T von VW wurde mit 14372 Km nach 20 Jahren außer Dienst gestellt.

1991 wurde der Schlauchverband des Landkreises Peine gegründet. 
 

Am 23.6.1991 um 4:00 Uhr mußte die Ohlumer Wehr zu einem Brandeinsatz auf der Mülldeponie Stedum ausrücken, zusammen mit anderen Wehren waren sieben Stunden Einsatz nötig, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. 
 

In den letzten Jahren hat sich das Aufgabenfeld der Feuerwehr aber stark verändert, von der in den Anfängen dominierenden Brandbekämpfung wurde mehr und mehr zu technischen Hilfeleistungseinsätzen bei Unfällen und Naturkatastrophen übergegangen, so daß die reine Brandbekämpfung heute nicht mehr die Hauptrolle spielt. Dieser Wandel fordert von den Kameraden aber auch stetige und laufende Aus- und Fortbildung auf allen Gebieten durch Feuerwehrlehrgänge bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Peine bzw. in der Landesfeuerwehrschule in Celle,

1992 übernahm Günter Decker das Amt des Ortsbrandmeisters, ab 1994 wurde Hartmut Busse stellvertretender Ortsbrandmeister. 
 

Auch in den beginnenden 90er Jahren nahm die Ohlumer Wehr recht erfolgreich an vielen Wettkämpfen teil, allerdings jetzt immer nur noch mit einer Gruppe, so wurde bei den Gemeindewettkämpfen 1990 in Mehrum ein I. Platz belegt, bei den Gemeindewettkämpfen  1992 in Ohlum belegte Ohlum ebenfalls den 1. Platz, und auch bei den Gemeindewettkämpfen 1994 in Stedum wurde der 1. Platz geholt. Desweiteren fand man die Ohlumer Wehr bei etlichen Pokalwettkämpfen in der Riege der drei Erstplazierten. Auch beteiligte sich die Feuerwehr Ohlum 1994 an der Aktion „Niedersachsen für saubere Umwelt" des NDR 1 Radio Niedersachsen. In diesem Rahmen wurde die gesamte Gemarkung Ohlum durch die Kameraden von Müll und Unrat gereinigt.

 
 
 

Die Gruppe bei den Gemeindewettkämpfen in Ohlum ,1992


 
Im Verlaufe des Jahres 1994 wurde die Feuerwehrgarage in Rötzum aufgelöst. Die sich dort noch befindlichen Ausrüstungsgegenstände (TS und Hänger) wurden nach Ohlum gegeben. 
 

Zum 1.1.1995 trat für die Feuerwehren in der Gemeinde Hohenhamel eine neue Satzung in Kraft, die u. a. der Tatsache Rechnung trägt, da mehr und mehr weibliche Mitglieder als Feuerwehrassistentinnen in den Freiwilligen Feuerwehren Dienst tun. 
 
 
 

Neben den vielen Brand- und Hilfsleistungseinsätzen, den Bereitschaftsdiensten und Übungsabenden haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ohlum viele Stunden für den Dienst an der Allgemeinheit für den Brand- und Katastrophenschutz erbracht.

 
Dieses alles hat eine gute Kameradschaft entstehen lassen, die die Tradition im Sinne der 43 Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Ohlum seit 1895 fortbestehen läßt und auch das Gemeinschaftsgefühl in unserem kleinen Dorf stärkt.Hierfür einen Dank an alle Kameraden, die für die und im Sinne der Freiwilligen Feuerwehr Ohlum tätig waren und noch sind, verbunden mit der Hoffnung, daß es auch in Zukunft immer noch junge Männer und Frauen geben möge, die sich für den Dienst in der Feuerwehr und damit der Allgemeinheit bereitstellen. 

Christian Nave

(Sicherheitsbeauftragter)

 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 13. Oktober 2005 )
 
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