Der heutige Winter- und Schneesturm hat im Gemeindegebiet Hohenhameln zu zahlreichen wetterbedingten Einsatzlagen geführt. Schwerpunkt waren festgefahrene und durch den Schnee eingeschlossene Fahrzeuge, Behinderungen des Rettungsdienstes sowie notwendige Straßensperrungen zur Abwehr weiterer Gefahren.
Die Feuerwehr Mehrum wurde zunächst zur Amtshilfe alarmiert, um ein Rettungsdienstfahrzeug aus einer Schneewehe zu befreien. Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine dynamische Einsatzlage mit mehreren Hotspots im Gemeindegebiet. Besonders betroffen waren die Bereiche B494 (u. a. im Abschnitt Clauen sowie zwischen Stedum-Bekum und Hohenhameln), die Landesstraße zwischen Stedum-Bekum und Hämelerwald sowie die Verbindungen zwischen Hohenhameln, Ohlum, Rötzum und Mehrum. Auch auf weiteren Straßen im gesamten Verlauf der B494 im Gemeindegebiet mussten Fahrzeuge befreit und Verkehrswege gesichert werden.
Auf der Strecke Stedum-Bekum – Hämelerwald wurden nach Lageeinschätzung rund 50 bis 100 Fahrzeuge (PKW, Transporter, LKW) aus dem Schnee befreit. Teilweise lagen Schneeverwehungen bis zu 1,50 Meter hoch. In mehreren Fällen erschwerten ungeeignete Bereifung (u. a. Sommerreifen), Fahrzeugmängel sowie unzureichende Ausrüstung der Verkehrsteilnehmer die Räum- und Befreiungsmaßnahmen.
Parallel dazu unterstützten die Einsatzkräfte den Rettungsdienst in mehreren Lagen:
Mehrum: Trageunterstützung für den Rettungsdienst sowie zusätzliches Freischleppen eines Rettungswagens.
Clauen: Freischleppen eines Krankentransportwagens mit Patient und Sauerstoffbedarf durch die Ortsfeuerwehr Clauen.
Zur Gefahrenabwehr wurden darüber hinaus Straßenabschnitte abgesperrt, Einsatzstellen ausgeleuchtet und weitere festgefahrene Fahrzeuge in verschiedenen Ortsteilen befreit. Eine exakte Zahl der einzelnen Hilfeleistungen ist aufgrund der Vielzahl paralleler Lagen und fortlaufender Befreiungsmaßnahmen nicht abschließend bezifferbar.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Clauen, Equord, Ohlum, Stedum-Bekum, Mehrum und Hohenhameln sowie die örtliche Einsatzleitung. Zusätzlich wurde das Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz (Standort Hohenhameln) mit Schneeketten in den Einsatz eingebunden. Das Fahrzeug bleibt weiterhin auf Schneeketten einsatzbereit, um kurzfristig auf weitere Lagen reagieren zu können.
Massive Unterstützung aus dem Umkreis
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die schnelle und unbürokratische Unterstützung durch ortsansässige Firmen sowie zahlreiche Landwirte, die mit Radladern und Traktoren bei Räum- und Bergungsmaßnahmen unterstützt haben. Diese Kräfte haben an mehreren Einsatzabschnitten entscheidend dazu beigetragen, Verkehrswege wieder passierbar zu machen und festgefahrene Fahrzeuge zeitnah zu befreien. Mit uns im Einsatz waren auch die Kameraden der FF Hämelerwald mit denen wieder eine hervorragende Zusammenarbeit stattgefunden hat. Für diese Unterstützung spricht die Feuerwehr Gemeinde Hohenhameln ihren ausdrücklichen und größten Dank aus.
Bergung in den Folgetagen erforderlich
Im Rahmen der laufenden Räum- und Bergungsmaßnahmen hat sich ein Radlader in einem Graben festgefahren. Das Fahrzeug befindet sich weiterhin vor Ort und kann voraussichtlich erst in den kommenden Tagen geborgen werden, sobald die Rahmenbedingungen dies zulassen.
Ein besonderer Dank gilt außerdem der Familie vom Almelings Hof in Schwicheldt, die die Einsatzkräfte sowie betroffene Verkehrsteilnehmende im Bereich Mehrum zu Fuß mit warmen Getränken und Bockwürstchen versorgt und eingeschlossene PKW-Fahrer aktiv unterstützt hat.
Hinweis an die Bevölkerung:
Die Feuerwehr empfiehlt dringend, unnötige Fahrten zu vermeiden, auf wintertaugliche Bereifung zu achten, Fahrzeuge entsprechend auszurüsten und gesperrte Straßen konsequent zu meiden. Wer unterwegs ist, sollte Rettungswege freihalten, Anweisungen von Einsatzkräften befolgen und bei Glätte/Verwehungen frühzeitig umkehren – das reduziert Risiken und beschleunigt Hilfeleistungen.
Fotos und Bericht: Gemeindefeuerwehr Hohenhameln


