Am Samstag, den 25. April 2026, führten mehrere Ortsfeuerwehren der Gemeinde Hohenhameln gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) eine umfangreiche Einsatz- und Alarmübung auf dem Gelände der Nordzucker AG im Ortsteil Clauen durch. Ausgangspunkt der Übung war die Auslösung einer Brandmeldeanlage im Werk, woraufhin die ersten Einsatzkräfte um 10:00 Uhr alarmiert wurden und kurze Zeit später an der Einsatzstelle eintrafen.
Bereits in der Anfangsphase zeigte sich, wie dynamisch sich Einsatzlagen entwickeln können: Da die Ortsfeuerwehr Soßmar nicht ausreichend Personal stellen konnte, wurden die Ortswehren aus Bierbergen und Ohlum früher als ursprünglich geplant zur Unterstützung nachalarmiert. Dadurch entstand eine realitätsnahe Lage, in der flexibel auf veränderte Bedingungen reagiert werden musste.
Im weiteren Verlauf der Übung arbeiteten die Einsatzkräfte verschiedene Szenarien ab. Dazu gehörten die Brandbekämpfung auf dem weitläufigen Industriegelände, die Menschenrettung aus Höhen und Tiefen sowie der Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegstrecken. Das THW Peine stellte hierbei eine rund 250 Meter lange Wasserversorgung sicher und unterstützte die Feuerwehr mit technischem Gerät.
Ein besonderes Augenmerk lag auch auf dem Einsatz moderner Technik: Das THW aus Elze setzte Drohnen ein, die der Einsatzleitung in Echtzeit Luftbilder lieferten. Dadurch konnte die Lage jederzeit aus der Vogelperspektive beurteilt werden – ein großer Vorteil bei der Erkundung eines so großen Einsatzgebietes.
Die Übung machte deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen ist. Neben den Ortsfeuerwehren aus Clauen, Soßmar, Ohlum und Bierbergen waren auch die Einsatzleitwagen-Gruppe Hohenhameln sowie die THW-Ortsverbände aus Peine und Elze beteiligt. Ortsbrandmeister Andreas Bock brachte dies treffend auf den Punkt: „Egal ob blaue Autos oder rote Autos. Was uns vereint ist das blaue Blinklicht auf den Fahrzeugen.“ Damit unterstrich er, dass Feuerwehr und THW keine Konkurrenz darstellen, sondern gemeinsam für die Sicherheit der Bevölkerung arbeiten.
Auch für das THW bot die Übung wertvolle Ausbildungsmöglichkeiten. So konnten unter anderem Atemschutzgeräteträger gemeinsam mit der Feuerwehr trainieren. Insgesamt wurde die Übung von allen Beteiligten als sehr guter Austausch und als Beispiel für eine funktionierende Zusammenarbeit bewertet.
Nach rund vier Stunden wurde die Übung erfolgreich beendet und in einer gemeinsamen Nachbesprechung ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen dazu bei, die Abläufe weiter zu optimieren und die Einsatzbereitschaft für den Ernstfall zu stärken.
Die Übung zeigte eindrucksvoll, dass die Einsatzkräfte gut auf anspruchsvolle Lagen vorbereitet sind und auch unter veränderten Bedingungen schnell und professionell handeln können. Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Kräften sowie der Nordzucker AG für die Bereitstellung des Übungsgeländes.
Ein großes Dankschön gilt alles Organisatoren der Übung, genauso wie auch der Nordzucker AG.
Bericht: J.-N. Hollwege

Drohnenaufnahme durch das THW Elze









