
Mehrum, 7. November 2026
Am Samstag unterstützte die Gemeindefeuerwehr Hohenhameln mit insgesamt 47 Einsatzkräften die kontrollierte Sprengung des Kesselhauses auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Mehrum.
Das rund 130 Meter hohe Bauwerk wurde mit etwa 7.000 Kilogramm Sprengstoff sowie einer zusätzlichen Schneidladung von 27,5 Kilogramm kontrolliert zu Fall gebracht. Aufgabe der Feuerwehr war es, gemeinsam mit der Polizei den weitläufigen Sicherheitsbereich abzusperren und eine Brandsicherheitswache bereitzustellen.
Um 8:15 Uhr trafen sich die Einsatzkräfte zu einer ersten Besprechung im Feuerwehrgerätehaus Mehrum. Dort wurden die Aufgaben und Sperrstellen innerhalb der Feuerwehr verteilt. Um 9 Uhr folgte auf dem Kraftwerksgelände die Einweisung durch Sprengmeister Eduard Reisch. Er erläuterte den geplanten Ablauf sowie die erforderlichen Sicherheits- und Verhaltensmaßnahmen. Die Einsatzleitung lag bei Andreas Bock, während Corina Szanwald den Einsatzabschnitt „Sprengung“ leitete.

Erste Besprechung der Einsatzkräfte im Feuerwehrgerätehaus Mehrum.

Einweisung auf dem Kraftwerksgelände durch Sprengmeister Eduard Reisch.
Die Ortsfeuerwehr Mehrum stellte mit dem Tanklöschfahrzeug 3000 und dem Löschgruppenfahrzeug 10 die Brandsicherheitswache im Bereich der Triftstraße am Mittellandkanal. Der Einsatzleitwagen der Gemeindefeuerwehr wurde im Bereich Ackerköpfe positioniert und diente als zentrale Koordinierungsstelle.
Die inneren Sperrstellen wurden durch die Ortsfeuerwehren Soßmar, Stedum-Bekum und Ohlum besetzt. Dabei sicherten die Einsatzkräfte die östlichen, westlichen sowie nördlichen Zufahrts- und Wirtschaftswege rund um das Kraftwerksgelände.
Für die äußeren Straßensperrungen wurden zwei Mannschaftstransportfahrzeuge der Ortsfeuerwehr Clauen eingesetzt. Die Feuerwehr sperrte die Gemeindestraße zwischen Mehrum und Equord sowie die Kreisstraße 41 im Bereich des Feldweges zu den Windenergieanlagen. Weitere Sperrstellen an der Bundesstraße 65, der Landesstraße 413 und an den jeweiligen Landkreisgrenzen wurden durch die Polizei übernommen.

Blick auf den Bereich nach der Sprengung.
Gegen 9:30 Uhr wurden alle besetzten Positionen kontrolliert. Ab 10 Uhr war der innere Sicherheitsbereich vollständig gesperrt. Um 10:45 Uhr erfolgte eine abschließende Sicherheitsabfrage aller Sperrstellen. Fünf Minuten später wurden auch die Straßen im äußeren Sicherheitsbereich vollständig für den Verkehr gesperrt.
Zum Zeitpunkt der Sprengung befand sich niemand mehr auf dem Kraftwerksgelände. Sämtliche Einsatzkräfte und weitere Beteiligte hielten sich außerhalb des festgelegten Sicherheitsbereichs auf.
Pünktlich um 11 Uhr wurde die Sprengung ausgelöst. Das Kesselhaus fiel wie geplant in den dafür vorgesehenen Bereich. Kurz nach der erfolgreichen Sprengung konnten die äußeren Straßensperrungen wieder aufgehoben werden. Die inneren Sperrstellen blieben bis zur abschließenden Kontrolle und Freigabe durch den Sprengmeister bestehen.
Während der Absperrmaßnahmen mussten einzelne Personen auf den eingerichteten Sicherheitsbereich hingewiesen werden. Besondere Vorkommnisse gab es nicht. Gegen 11:30 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.
Auch der neu gewählte Bürgermeister der Gemeinde Hohenhameln, Sebastian Hebbelmann, war vor Ort. Er nahm an der Besprechung um 8:15 Uhr teil und verfolgte später auch die Sprengung sowie die damit verbundenen Maßnahmen der Gemeindefeuerwehr mit großem Interesse.

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften und Organisationen für die gute und reibungslose Zusammenarbeit.
Eingesetzte Kräfte und Fahrzeuge
Ortsfeuerwehr Mehrum
- Tanklöschfahrzeug 3000 (TLF 3000)
- Löschgruppenfahrzeug 10 mit Technischer Hilfe (LF 10)
Ortsfeuerwehr Clauen
- Zwei Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF)
Ortsfeuerwehr Soßmar
- Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W)
Ortsfeuerwehr Stedum-Bekum
- Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W)
Ortsfeuerwehr Ohlum
- Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W)
Gemeindefeuerwehr Hohenhameln
- Einsatzleitwagen 1 (ELW 1)
- Einsatzleiter Andreas Bock
Stärke der Feuerwehr
Brandsicherheitswache: 15 Einsatzkräfte
Einsatzleitung und ELW: 3 Einsatzkräfte
Äußerer Sperrbereich: 11 Einsatzkräfte
Innerer Sperrbereich: 16 Einsatzkräfte
Einsatzabschnitt Sprengung: 2 Einsatzkräfte
Gesamtstärke: 47 Einsatzkräfte
Weitere beteiligte Stellen
Polizei
Sprengmeister und Sprengunternehmen
Verantwortliche des Kraftwerks
Foto & Bericht: C. Richter



